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werner locher
29.7.2010
um 11:52 Uhr
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Lieber Herr Corrodi
Die gesamte landwirtschaftliche Gesetzgebung und Regelung zu verstehen, ist in der Tat sehr schwierig. Für uns Bauern ist es aber Alltag. All diese Regelungen haben trotzdem einen Sinn: Es ist von einem grossen öffentlichen Interesse, ob und wie in der Schweiz noch Nahrungsmittel produziert werden können. Daneben ist auch der gesamte Tourismus mit dieser Problematik verbunden. Deshalb ist die Landwirtschaft auch immer wieder ein Thema in den eidgenössischen Räten.
Sie haben recht, vieles läuft heute nicht rund. Offensichtlich haben jetzt Leute am Steuerrad gedreht, welche von der Realität weit weit weg sind. Wir befürchten, dass es noch einige Zeit und Kraftakte braucht, um wieder vernünftige Rahmenbedingungen zu haben, welche eine einheimische Nahrungsmittelproduktion nachhaltig sicherstellen. |
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Peter Corrodi
28.7.2010
um 18:34 Uhr
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Mit Konsternation habe ich den Bericht über Ihre Demo gelesen. Mit ebensolcher Konsternation habe ich von Ihren Preisvorstellungen gelesen.
Letztes Jahr verfolgten wir gewöhnlichen Leute Ihre Ideen von einem fairen Milchpreis. Was passierte nach der eigentlich kartellmässig widerrechtlichen Anhebung des Milchpreises? Sie produzierten auf Kosten von uns Steuerzahlern und Konsumenten sofort wieder einen Butterberg, eine Tradition sehr unseligen Angedenkens. Übrigens: meine damalige Anfrage bei der Weko ergab ein WischiWaschi, weshalb Sie den Markt in Ihrer Organisation Milch manipulieren dürfen. Gewöhnlich Produzenten von Gartenscheren werden aber härtestens angefasst.
Wie heisst es doch so schön: Alle Schweizer sind vor dem Gesetz gleich.
(Die Bauern nicht) |
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Catherine Nüesch
6.7.2010
um 9:16 Uhr
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Liebe Kollegen, liebe Kolleginnen, lieber Vorstand
Meines Erachtens müsste BIG M Unternehmenskurse anbieten oder organisieren.
Jeder Landwirt muss lernen die Nutzschwelle seines Betriebes auszurechnen und dies egal wie alt oder wie jung er ist. Wenn er das aus schulischen Gründen nicht kann, soll er einen jüngeren Kollegen darum bitten.
Über den Daumen gepeilt habe ich in der Schnelle ausgerechnet, wenn ein Landwirt die Milch von 5 Kühen mit ca. 8000 L /Jahr zu Käse verarbeiten würde und es im eigenen Hofladen oder Hofladen zu dritt oder zu viert zum normalen Handelspreis von 16.-- /kg verkaufen würde (was möglich ist ...! ) könnte er mit dem Mehrerlös eine Arbeitskraft für die Verkäsung und Vermarktung anstellen. Wenn er mehr Milch verkäst oder zu Joghurt, Hüttenkäse, Glace etc. vermarket dann umso besser. (Die Landwirtschaftsschulen bieten heute gute Milchverarbeitungs- und Sennenkurse. Warum überlassen wir das ganze Marktpotential der Emmi ? Sind wir denn so blind ? Oder zweifeln wir an unseren Fähigkeiten.
Bis heute wurde uns Landwirten "gepredigt", dass die Selbstvermarktung nicht möglich ist und wir Landwirte haben das leider geglaubt. Ja leider. Warum wurde uns das gesagt ? Ganz einfach, damit die Emmi einen zuverlässigen und blinden Sklaven hat... Warum funktioniert es dann in Österreich, Frankreich, Italien, Deutschland aber nur nicht in der Schweiz ??? Niemand ist blinder als der derjenige der nicht sehen will !
Ich will jetzt ganz bewusst zum Kampf UND zum Sieg ausrufen. Liebe Kollegen hört auf zu zweifeln. Schlimmer kann es kaum noch werden. Es kann nur noch aufwärts gehen. Pro Monat verliert die Schweiz bereits heute 72 Landwirte. Wann wirst du aus finanziellen Gründen deinen Betrieb aufgeben müssen? Deshalb rüste dich zum Kampf aus und begib dich an die Front !!! Geh mit 2 oder 3 Kollegen auf den Markt, eröffne einen Hofladen, falls du noch keinen hast. Mit dem Mehrerlös kannst du dir entweder eine Arbeitskraft leisten die dich auf den Betrieb entlastet oder du bist in der glücklichen Lage weniger Mich produzieren zu müssen, was für dich mit weniger Stallarbeit etc. verbunden ist.
Ein bekannter Philosoph sagte einmal:
Ein SIEGER sucht zu einem Problem eine Lösung
Der VERLIERERr sucht zur Lösung ein Problem.
Lieber Leser, zu welcher Kategorie zählst du heute ? Morgen ?
Auf in den Kampf.
eure Kollegin Catherine Nüesch
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E. Breitenmoser
27.6.2010
um 13:58 Uhr
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Wirtschaft wichtiger als Demokratie?
In der Thurgauerzeitung vom Sa. 26.Juni steht in einem Artikel unter dem Titel "Drohkulisse für Milchproduzenten" der Satz: "Die unternehmerische Freiheit stehe im Markt über demokratisch gefällten Entscheiden. " Anscheinend stammt dieser Satz von Ruedi Schnyder, dem demokratisch gewählten Vizepräsidenten der Schweizer Milchbauern, SMP. Wenn sich Schnyder nur noch als Vertreter jener Gruppe von Amokbauern sieht, deren einziges Ziel es ist, die Wertschöpfung der Bauern im Milchbereich zu vernichten und schweizweit alle Milchproduzenten in Grund und Boden zu melken, dann hat Schnyder die demokratische Legitimation verloren, das Amt eines Vizepräsidenten vom SMP auszuführen. Dann soll er sofort zurückzutreten und sich umgehend einen Hof in einem Land zu suchen, das nicht von einer Demokratie, sondern ausschliesslich von der Wirtschaft regiert wird. Ich wünsche ihm bei dieser neuen "Freiheit" viel Glück! |
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Roli
15.6.2010
um 23:7 Uhr
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Ihr händ doch all än egge ab. mir langds ich such än anderi lösig und zwar wie ich vo jetzt a am Saat am ringste cha sgäld zum sack us zieh sicher nümme mäle. Soviel dummi Buure uf eim Huffe gieds ja gar ned
Grüsse Roli |
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Tinu
21.4.2010
um 8:32 Uhr
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Hallo zusammen! Was nützen uns eigentlich die verschiedenen Organisationen? Nichts aber gar nichts! Was nützen uns Gewisse Politiker? Nichts aber gar nichts! Wir Bauern müssen alle Organisationen zahlen aber brauchen kann man keine. Mein Tipp alle Organisationen abschaffen. Und den zumTeil möchte gern " Bauern Politiker" zeigen wir es bei den nächsten Wahlen |
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Ruedi
10.2.2010
um 9:55 Uhr
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Bravo Roli |
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Roli
9.2.2010
um 19:17 Uhr
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Ist schon verrückt wie wir uns auf der Nase rumtanzen lassen.
Hat denn wirklich kein Milchbauer in der Schweiz ein Markverständniss? Einmal für alle, mehr Angebot hiesst weniger Nachfrage sprich kleinerer Preis im Gegensatz weniger Angebot heisst mehr Nachfrage sprich Preise steigen.
Nun frage ich mich was wollen wir eigentlich, wollen wir die sinkenden Preise kompensieren indem wir immer mehr melken, dass heisst mehr arbeiten, grösser Ökonomiegebäude, die Familie geht drauf und die verzinsung geschweige abschreibungen bleibt auf der Strecke. Auf Dauer macht das keiner von uns ausser man hat ein Haufen Bauland zu verscherbeln.
Wacht auf, seht euch an, hat dass noch einen Sinn, andere bereichern sich an unserer Dumheit, oder anderst gesagt die dümmsten Bauern haben die grössten Liefermengen egal zu welchem Preis Hauptsache man ist müde am Abend. Unsere Abnehmer freuts.
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Ruedi
9.2.2010
um 12:31 Uhr
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Liebe Berufskolegen haltet mal zusammen nur dann haben wir eine Macht!! Wie beim Streik so Aussagen, mache erst mit wenn der andere auch dabei ist!!! Da könnt ich kotzen!!!!!! Wem gehört die Milch eigentlich? |
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Jonny Müller
9.2.2010
um 10:6 Uhr
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Weniger Umsatz und trotzdem mehr Gewinn bei der Emmi, und das alles zu Lasten des Milchbauern, mit weniger Verdienst bei mehr Arbeit!
Vielen Dank den Mehrmengenmelkern! |
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E.Müller
5.2.2010
um 21:31 Uhr
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Hallo ihr Melker,
habe ich das richtig verstanden, dass bei der mickrigen 3,6% kürzung nicht einmal die 80 / 20 Regel zum Tragen kommt, sondern ALLE Milchbauern diesen Prozentsatz über die Börse führen müssen, sprich einen tieferen Milchpreis erhalten, nru weil sich die "Produzentenvertreter" !!! nicht einigen konnte, die Basis-Milchmenge stärker zu senken? Oder ist das, was im LID steht, falsch? Bitte um Aufklärung. Merci!
http://www.lid.ch/de/medien/mediendienst/artikel/infoarticle/22900/ |
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Ruedi
4.2.2010
um 9:6 Uhr
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Emmi weniger Umsatz mehr Gewinn!!! |
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Ruedi
1.2.2010
um 12:45 Uhr
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Alle 90% der Bauern die gegen die Mehrmengen sind streiken und fordern drastische kürzungen der Mehrmengen!! wenn so weiter gemolken wird dann viel spass am Frühling!! |
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Guggi
30.1.2010
um 20:11 Uhr
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andere Frage , wie lange wollen wir noch SMP;ZMP,LOBAG usw zuschauen ? mein Vorschlag alle Organisationen weg und in 2 Jahren schauen wir weiter . weil leere Versprechungen von Seiten unserer sogenannten Vertreter nützen niemanden . |
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Ruedi
29.1.2010
um 13:19 Uhr
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Wie lange wollen wir Bauern noch der BOM zuschauen? |
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Martin Hegg
8.12.2009
um 8:33 Uhr
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Schade dass in diesem Gästebuch so gar nichts mehr los ist.
Gestern wurde das Gesuch um Ausdehnung von Selbsthilfemassnahmen auf Nicht-Mitglieder der BO Milch im schweizerischen Handelsamtsblatt veröffentlicht.
Darin stehen ganz neue Begriffe wie "Vertragsmilch", "Börsenmilch", "Abräumungsmilch", "Vertragsmilchmengen-Index", "Preisschwelle", "Börsenpreis", oder "Garantiepreis". Zu jedem dieser Begriffe ist eine genaue Definition enthalten damit dann sicher auch alle wissen, welcher Begriff nun was bedeuten soll.
Ob die verschiedenen Milchen mit Lebensmittelfarben (zB. grün für Vertragsmilch, orange für Börsenmilch und rot für Abräumungsmilch) eingefärbt werden sollen, entzieht sich auch nach der Lektüre des Dokuments meiner Kenntniss. Ich gehe somit davon aus, dass auch nach dem 01.01.2010 alle Milch weiss bleiben wird und als Konsument bin ich über diese Tatsache ja schon mal erfreut. Ich denke auch die Milchhändler und die Milchverarbeiter werden darüber nicht unglücklich sein......
Ob das Ganze funktionieren wird, hängt ja davon ab ob alle Marktakteure das System mittragen und nicht mit Falschdeklarationen und Nichtmeldungen unterlaufen werden. Wenn der BR dieses Gesuch positiv beurteilt und das Mengenreglement also allgemeinverbindlich erklärt, werden ja alle in der Branche gezwungen, die Reglemente einzuhalten. Da eine gesetzliche Regelung aber immer die Gefahr birgt, dass sie umgangen wird, kommen den Sanktionen für die Regelbrecher eine grosse Bedeutung zu.
Daher habe ich mit besonders grossem Interesse das Kapitel 2.6, Sanktionen gelesen. Ich zitiere:
"Die Sanktionen, die bei Umgehung der Vorgaben des Modells zur Mengenführung gesprochen werden, sind in einem Sanktionsreglement der BO Milch festgehalten. Die Sanktionierung erfolgt über Bussen. Die Höhe der Bussen ist so zu bemessen, dass der Profit, der aus der Umgehung des Modells generiert wird, mindestens abgeschöpft wird."
Das scheint mir doch eher eine Einladung anstatt eine Abschreckung zur Umgehung des Modells zu sein.
Der Marktakteur welcher sich korrekt verhält, hat keine Busse zu befürchten. Der "Schlaue" wittert ein Geschäft, umgeht das Reglement und streicht einen Profit ein. In vielleicht 10% der Fälle wird er erwischt und muss nun eine Busse bezahlen. Die Busse entspricht gemäss obigem Zitat nur dem Profit in diesem einen Fall indem er erwischt wurde. Somit wird es sich für die "Schlauen" weiterhin massiv lohnen, das System zu umgehen.
Ich vergleiche das mit dem Schwarzfahren im Zug. Wenn die Wahrscheinlichkeit, ohne Billett erwischt zu werden, 10% beträgt, muss die Busse mind. 10 mal so hoch sein wie der nichtbezahlte Billettpreis. Sonst fehlt der Busse ja das abschreckende Element und es lohnt sich zwischendurch mal eine Busse zu zahlen und dafür den Billettpreis zu sparen.
Somit ist für mich klar, wohin der Milchpreis auch im nächsten Jahr tendieren wird, im besten Fall stabil, eher wahrscheinlich sinkend. Die Milchproduzenten tun also gut daran den Kostenrechner auf der SMP-Homepage fleissig zu nutzen. |
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Hänny Rahel
21.11.2009
um 14:14 Uhr
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Auch wir haben 2008 Mehrmengen gemolken. Aber es kann doch nicht sein bei Milchüberschuss für nur 57 Rappen pro Liter jeden Tag zweimal zu melken.
Und diejenigen, die immer noch nicht begriffen haben, dass mehr melken, mehr Einbusse zur Folge hat, denen kann man wirklich nicht mehr helfen.
Wir werden unsere Milchmenge auf jedenfall deutlich reduzieren, alte Kühe schlachten, alle Kühe sömmern, Kälber mästen und mehr Mutterkühe halten, so wie bis anhin machen wir sicher nicht mehr mit!!!! |
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walter kessler
7.11.2009
um 14:7 Uhr
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so nun sehen wir das die politiker denken die milchproduzenten.sind zu dumm um verantwortung ueber die milchmenge zu uebernehmen, und dass nur hochstudierte academiker dazu faehig sind.
wieso waeren wir nicht interessiert unseren markt zu erweitern???
die frage ist nur zu welchem preis und unter welchen bedingungen,und da meine freunde muessen wir entscheidungsrechte erkaempfen. |
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toni
29.10.2009
um 19:1 Uhr
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BRAVO UNITERRE!!
Ich bin langsam ein Fan von Uniterre. Die bewegen ständig was dass uns die Politik nicht vergisst: Ich hoffe das BIG-M auch mal eine solche Action startet.
Gruss Toni |
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Martin Hegg
22.10.2009
um 16:48 Uhr
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Bekanntlich ruft die SVP Schweiz für den 31.10.2009 zu einem Sonderparteitag zur Landwirtschaft auf.
Die SVP steht ja bekanntlich sehr weit vorne wenn es um den Ruf nach einer neuen strikten Mengenregelung im Milchbereich geht.
Auf der Homepage der SVP Schweiz datiert das letzte Positionspapier zur Landwirtschaft vom August 2005 und trägt den unmissverständlichen Namen "Für eine unternehmerische Landwirtschaft".
Darin steht auf der Seite 15 unter anderem folgendes:
Aufgrund der geografischen Lage, der Niederschläge, der Topografie usw. sind dies eindeutig die Milchwirtschaft und- als Folge davon - die Fleischproduktion, welche mit der Aufhebung der Milchkontingentierung vor allem im Berggebiet an Bedeutung gewinnen kann.
Oder
Dazu ist die Milchmenge zu erhöhen und die Vorschläge der Task-Force Milch umzusetzen.
Im ganzen Papier ist kein Wort zu finden davon, dass die Politik Regelungen erlassen soll damit Produktionsmengen eingeschränkt werden können. Im Gegenteil es wird durchs Band hinweg nach mehr Freiheit für die Bauern gerufen.
Die bäuerlichen Exponenten tun wohl gut daran dieses doch noch nicht so alte Papier ihrer eigenen Partei nochmals zu lesen, bevor sie den Mund allzu weit aufreissen und alle anderen für die Misere in der Landwirtschaft verantwortlich machen.
Hier der Link zum Positionspapier:
http://www.svp.ch/g3.cms/s_page/79100/s_name/positionspapiere2005 |
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Josef K.
21.10.2009
um 8:2 Uhr
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Irgendwie stinkt es gehörig zum Himmel, wenn unsere Milchbauernvertreter der BOM einem solchen Gummivorschlag einstimmig zustimmen. Ich frage mich da schon, ob sich unsere Bauernvertreter mit Schmiergelder von Seiten Industrie, Roland Werner und Arnold bestechen lassen??? |
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Martin Hegg
20.10.2009
um 14:47 Uhr
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Definition Begriff Zusatzmenge BOM
Zusatzmenge = Effektiv ermarktete Milch 01.05.2008-30.04.2009 (also inkl. Mehrmenge) abzüglich Basismenge 08/09 (damaliges Kontingent oder Lieferrecht ohne Mehrmenge).
Oder noch einfacher und für jeden verständlich:
Zusatzmenge = Mehrmenge
Beschliesst die BOM eine Reduktion der Milchmenge (das kann sie, muss sie aber nicht, von Quartal zu Quartal tun, erstmals am 01.01.2010), werden gemäss gestrigem Beschluss, die Zusatzmengen oder eben die ehemaligen Mehrmengen "deutlich überproportional" gekürzt. Wobei dann "im gegenseitigen Einverständniss zwischen den Vertragspartnern" immer noch von diesem Kürzungsmechanismus abgewichen werden "kann".
Das zum besseren Verständniss.
Was diese Klausel auch mit Allgemeinverbindlichkeit vom Bundesrat wert ist, kann sich wahrscheinlich jede und jeder selber ausrechnen.
Es bleibt dabei: Wer in Zukunft melken will, braucht gute Strukturen, muss seine Kosten im Griff haben und oder er muss versuchen mit intelligenter Vermarktung neben den bestehenden Kanälen eine bessere Wertschöpfung zu generieren. |
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Martin
19.10.2009
um 19:28 Uhr
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@Breitenmoser. so versteh ich das auch.... Aber in der Pressemitteilung der BOM steht es eigentlich noch etwas klarer. Der eigentliche Sinn der ganzen Übung kann man aus dem Schlussabschnitt entnehmen: " Der Vorstand der BO Milch ist überzeugt, dass mit diesem Modell zur Mengenführung und seinen marktwirtschaftlichen Instrumenten eine bedarfsgereichte Versorgung des Milchmarktes sichergestellt werden kann." Die bedarfsgerechte Versorgung der Verarbeiter ist oberstes Gebot. Der Bedarf ist ja gross, man hat ja Hüben und Drüben Investitionen getätigt und Anlagen wollen nun mal ausgelastet werden. Von einem Absatzmarkt oder gar von einem anständigen Preis spricht niemand......
also dann Prost!!! |
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Breitenmoser
19.10.2009
um 19:2 Uhr
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kann mir mal jemand ausdeutschen, was die BOM genau beschlossen hat? Ic versteh den Satz nämlich nicht: "Die Zusatzmengen werden definiert als Differenz zwischen der effektiv im Milchjahr 2008/09 vermarkteten Milch und den Basismengen inklusive Zusatzmengen aber ohne Mehrmengen. Von diesem Mechanismus können jeweils zwei Vertragspartner einvernehmlich abweichen. " Was heisst das? Dass Arnold und Werner weiterhin einvernemlich auf dem Rücken aller anderen Milch in Verkehr bringen können auf Teufel komm raus? Dass wieder mal diejenigen belohnt werdne, die die ganze Misere eingebrockt haben? oder wie oder was? |
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Marianne
19.10.2009
um 0:37 Uhr
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Totale Verarschung.
Auf weiter Flur spricht man von einem Milchüberschüss! Aber das zur Zeit eine absolute Milchknappheit besteht, davon sagt keiner ein Wort. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt da um zu verhandeln und absolut keinen Tropfen Milch mehr abzuliefern. Oder wollen wir zusehen, wie der Milchpreis noch tiefer in sich zusammen bricht?
Gruss Marianne |
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Hans Jegen
17.10.2009
um 20:41 Uhr
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Hallo an Alle!
Montag 19.10.2009 20.00 Uhr
In Grüsch Mahnfeuer Organsiert Bauernverein Prättigau
bei den Sportbahnen Grüsch-Danusa |
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Guggis
12.10.2009
um 20:27 Uhr
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nun sehn wir dass die Mehrmelker sich nie und nimmer in eine neue Mengensteuerung einbinden lassen, jetzt ist der Punkt wo es absolut keinen Sinn mehr macht sich über irgend ein System der Mengensteuerung Gedanken zu machen , jeder muss sich jetzt einfach fragen ob er zu EU-Preisen Milch produzieren kann oder nicht wenn nicht dann besser sofort einstellen und voll auf DZ setzen . Weiter ist es im nächsten Frühling spähtestens an der Zeit unsere Organisationen aufzulösen SMP ;BOM ,alle PO,s weg damit entscheidend wird nur noch sein ob man seinen Betrieb im Griff hat oder nicht , sich über Preisforderungen Gedanken zu machen ist reine Zeitverschwändung ! Die Verarbeitungsmafia hat gewonnen und den Bundesrat hinter sich pasta. |
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E.Müller
12.10.2009
um 18:56 Uhr
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So, nun ist also die neue Plattform der Mehr-Melker gegründet. Und alle, die an Arnold, Thurmilch, Biedermann-Züger und wie sie alle heissen liefern, habens jetzt endlich schwarz-auf-weiss, was ihre Produzentenorganisationen vom Milchpreis halten: Dass er möglichst nahe am EU-Preis liegen muss und damit möglichst nah am Ruin.
Jeder hat sich seine Organisation selbst ausgesucht. Jeder kann auch wieder wechseln... |
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Fadinger Fritz
9.10.2009
um 9:25 Uhr
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Hallo!
Großkundgebung in Wien - Montag, 12. Oktober 2009 !!!
Wir laden alle Bäuerinnen und Bauern zu einer Kundgebung beim außerordentlicher EU-Agrarministerrat in Wien ein.
Bitte mobilisiert auch eure Kollegen, die noch nicht resigniert haben, und unterstützt uns mit Bussen, Traktoren, Kühen, Transparenten, Glocken, Milchkannen ...... am kommenden Montag in Wien!
http://www.ig-milch.at
http://landwirt2komm.forenworld.at/portal.php
Grüße aus Österreich
Fritz |
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Birri Ruedi
27.9.2009
um 15:8 Uhr
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Der Milchstreik ist nicht schlecht.
Aber zwingend wäre alle bisher Bewilligten Mehrmengen sofort zu streichen,nur so ist das Ziel einen guten Preis zu erreichen in greifbarer nähe. |
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Evi
24.9.2009
um 16:26 Uhr
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Hat jemand den Beitrag im Tele Basel gesehen? Sehr empfehlenswert!
Sagt auch, was er von parteipolitischen Bauernfunktionären hält...
http://www.telebasel.tv/archiv.php?show=10901 |
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g.leuppi
24.9.2009
um 6:45 Uhr
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wo sind die Bauern der schweiz? letztes Jahr und in Sempach standen sie zusammen ! und jetzt? Steht zusammen und wenn Ihr keine Solidaritätsmilch produziert unternehmt sonst wass.Wie wärs mit einem Traktorkonvoi durch Dörfer und Städte oder verteilt Milch auf den öffentlichen Plätzen oder errichtet Mahnfeuer .man könnte meinen alle Bauern werden Pensioniert und sagen sich nach mir die Sintfluht .Aber was ist mit unseren Jungen auch sie wollen noch Bauer sein in 20 Jahren. Also erhebt euch zusammen erreichen wir etwas. |
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Basler Colette
23.9.2009
um 15:11 Uhr
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Morgen sollen in ganz Europa Streikaktionen statt finden, 8 Nationen beteiligen sich daran! Ich frage mich, wieso man in der Deutschschweiz nichts davon hört?
Wo sind die kämpferischen Bäuerinnen und Bauern die letztes Jahr so zusammen gehalten haben?! Es herrscht Funkstille und könnte man sich nicht der modernen Medien (Internet) bedienen, wüsste man nicht einmal, dass irgendwo auf der Welt für eine bessere Situation der Bauersfamilien gekämpft wird! Den Medien ist das neue Layout der NZZ wichtiger!
Falls morgen diese Prostestaktionen wie angekündigt statt finden sollen, müssten auch wir uns mit den europäischen Landwirten solidarisieren. Denn geht es Europa gut, geht es auch uns besser.
Darum heisst unsere Losung: "Mer gänd nomol alles!"
Herzlichen Dank übrigens den zwei anderen Fricktaler Milchbauern die uns so kräftig unterstützen! |
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Susi
22.9.2009
um 7:23 Uhr
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Natürlich wollen wir auch etwas erreichen. Aber wir wollen auch nicht einfach die Hände in den Schoss legen, sondern für unseren Hof und die zukunft unserer Kinder wenigstens zu kämpfen. So wie der Basler Bauer gesagt hat, der als erstes seine Streikmilch gratis abgegeben hat: "Ich will auch noch in den Spiegel schauen können." Und ich will mich nicht vor meinen Kindern schämen müssen, weil ich nichts getan habe um diesem Wahnsinn, der nur Existenzen zerstört, entgegen zu treten. |
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David Fankhauser
21.9.2009
um 22:44 Uhr
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Ob sich wirklich etwas bewegt durch meine Entscheidung die Milch bis auf weiteres nicht mehr abzugeben weiss ich nicht ...
...aber dass ich etwas versucht und unternommen habe etwas zu bewegen das bin ich mir schon heute sicher!
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E.Müller
21.9.2009
um 22:15 Uhr
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Hallo Urs
Tja, die Franzosen sind jetzt nicht mehr zu stoppen, die ziehen das durch bis sie den Sarkozy am Schlawittchen haben. Die Deutschen haben eh nix mehr zu verlieren, der zug ist abgefahren und demnächst ist dort Bundestagswahl. Die österreicher trauen ihren Bundeskanzler offensichtlich auch nciht zu, dass er das problem alleine löst. Und das Politikergewäsch... naja..... davon halt ich wenig...
Letztes Jahr gab zwar NR Ueli Maurer den zündenden Funken, als er öffentlich erklärte, der zürcher Bauernverband unterstüze den Streik. Aber nun sitzt er im Bundesrat und muss sich brav verhalten.
Also Urs, was schlägst Du vor? Nichts tun und warten, bis sich alles von alleine in Wohlgefallen auflöst? Wenn Du nicht nichts tun willst, was dann? Eine sympathische Aktion lancieren, wie das der SMP empfiehlt? |
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Urs Buholzer
21.9.2009
um 20:51 Uhr
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Lieber E. Müller
Zitat:
Du hast schon Recht, eine zeitlich total koordinierte Aktion wäre natürlich das MAximum. Ich bin aber fast sicher, dass es diesen einen, für alle passenden Termin nie geben wird. Die Politiker des einen landes werden dann die Milchbauern halt auf eine Lösung am 2.November vertrösten, die nächsten auf den 3.November usw.... und die Milchverarbeiter werden alles auf den 1.Novemer vorbereiten, damit sie dann sagen können: Wir spüren nichts...
Antwort:
Ich glaube nicht, dass ein solches Datum vom passen her ein Problem wäre. Im Gegenteil: Durch eine gute Vorbereitung wäre die Motivation zu streiken viel grösser, da alle wüssten dass sehr sehr viele gleich von Anfang an Mitmachen würden. Und wer weiss, vielleicht würde sich ein Streik sogar erübrigen. Die Verarbeiter könnten jedenfalls sicher nicht behaupten dass sie nichts spürten, denn ihre Anlagen würden buchstäblich still stehen.
Und wenn dann die Politik Anfangen würde, den Termin hinauszuschieben, würden wir einfach weiter streiken! Wenns sein muss 2 Monate (ja 2 Monate!), wir dürften einfach nicht aufgeben bis unsere Forderung vollumfänglich erfüllt wären. Ich bin sicher, danach müssten wir für sehr lange nicht mehr streiken.
Zitat:
Wir werden ja auch schon seit Monaten von der BOM hingehalten. Deshalb: Wenn streiken, dann jetzt! LAut EMB machen inwzischen 8 Länder mit, insgesamt sind es 80'000 Milchproduzenten.
Antwort:
Aber wie lange soll denn jetzt gestreikt werden? In der EU geht es ja erstmal nur um die vorübergehende Reduzierung der Quote...und dann? Streiken wir jetzt solidarisch mit allen weiter, auch wenn die Forderungen in der Schweiz z.B. früher erfüllt würden als die Forderungen der EU-Produzenten?
Mein Vorschlag wäre viel wirksamer: Alle für das gleiche zum gleichen Zeitpunkt bis die Forderung überall erfüllt sind.
Zitat:
Es geht im übrigen nicht nur um eine Mengensteuerung. eine solche wird über kurz ohne lang ohnehin eingeführt.
Antwort:
Das glaube ich nicht. Ohne Druck wird die Mengensteuerung nicht kommen. Und da ist das Problem: In der EU geht es im Moment noch nicht konkret um die Mengensteuerung. Wenn sie das später auch noch wollen, können wir mit dem Streik gleich wieder von vorne beginnen.
Zitat:
Es geht darum, WIE diese aussieht und da teile ich die Bedenken von BIG-M, dass so wie die Zusammensetzung der BOM ist auch die Mengensteuerung aussehen wird. konkret: Diejenigen, die uns ins Schlamassel geritten haben, werden mit hohen Basislieferrchten belohnt und allen anderen wird ein Teil abgezogen.
Antwort:
Wenn das passiert..........laufe ich Amok!!! Aber du hast Recht, diese Gefahr besteht. Ich habe im Moment auch noch kein Rezept, wie dieses Szenario verhindert werden kann. Es sind doch anteilsmässig recht viele Mehrmengenmelker.....
Die Einführung der Mehrmengen war sowieso ein meisterlicher Schachzug von den Verarbeitern. Damit haben sie es geschafft, uns Milchproduzenten in zwei Lager zu spalten und gleichzeitig den Milchpreis zu vernichten. Ob dieser Schaden je wieder ins Lot kommt ist sehr fraglich.
Wie schon gesagt: meine Milch wird weiterhin abgeliefert. Wenn ich schon streiken soll, dann möchte ich annehmen können dass es vorläufig das letzte Mal war. Es läuft doch jetzt wieder ähnlich wie letztes Mal. Da hab ich auch voll Zuversicht mitgestreikt und es ging komplett in die Hose.
Wir sollten aus Fehlern lernen: machen wir es jetzt besser! Es ist noch nicht zu spät! Jeder erfolglose Streik ist Gift für die Allgemeinheit. |
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Jean Streit
21.9.2009
um 20:23 Uhr
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Die Aare fliesst unter dem Bundeshaus (Herbst -Session)
... zwar mit >oder< 100m3 / Sekunde Ende September.
Nur 0.5 dl Milch färbt bereits 10 Liter Wasser ziemlich schön weiss.
Die Aare fliesst unter dem Bundeshaus (Herbst Siztung) ...
Geschrieben weil Milch den CH Konsumenten zu schenken ist eine 1A Strategie für zwei, hier im Gästebuch, bereits erwähnte Gründe.
... aber eine weisse Aare für SF/TSR somit Euronews, usw. vom Wandelhalle Balkon gefilmt, sowie Flugblätter für Stände- und Nationalräte könnte einmal auch sehr wirksam sein.
Auf dem Bundesplatz wäre eine Variante.
OK, es braucht in beiden Fällen den aktiven Beistand von BE Bauern.
Nie vergessen : "Der Widerstand zahlt immer !"
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Florian Savary
21.9.2009
um 16:32 Uhr
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Hallo! Ich wohne in der Region von Payerne, Kanton Wadt. Gestern waren wir in Lausanne, heute in Estavayer-le-Lac bei ELSA (MIGROS). Unsere Milch geht im Güllekeller, und wir hoffen, dass die Situation sich ändert! Danke, liebe Kollegue! |
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E. Müller
21.9.2009
um 14:48 Uhr
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PS: Es geht im übrigen nicht nur um eine Mengensteuerung. eine solche wird über kurz ohne lang ohnehin eingeführt. Es geht darum, WIE diese aussieht und da teile ich die Bedenken von BIG-M, dass so wie die Zusammensetzung der BOM ist auch die Mengensteuerung aussehen wird. konkret: Diejenigen, die uns ins Schlamassel geritten haben, werden mit hohen Basislieferrchten belohnt und allen anderen wird ein Teil abgezogen. das hatten wir 30 Jahren schon mal...
wenn diese Mengenregelung erst einmal beschlossen ist, kann man zwar noch meckern, aber sicher nichts mehr machen. DAnn wird die BOM sagen: Jetzt haben wir uns schon zusammengerauft, das war das maximale, was wir rausholen konnten etc... kurz: Dann ist es zu spät. Wenn wir protestieren, dann JETZT oder NIE! |
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E. Müller
21.9.2009
um 14:9 Uhr
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lieber Urs
Du hast schon Recht, eine zeitlich total koordinierte Aktion wäre natürlich das MAximum. Ich bin aber fast sicher, dass es diesen einen, für alle passenden Termin nie geben wird. Die Politiker des einen landes werden dann die Milchbauern halt auf eine Lösung am 2.November vertrösten, die nächsten auf den 3.November usw.... und die Milchverarbeiter werden alles auf den 1.Novemer vorbereiten, damit sie dann sagen können: Wir spüren nichts...
Wwir werden ja auch schon seit Monaten von der BOM hingehalten. Deshalb: Wenn streiken, dann jetzt! LAut EMB machen inwzischen 8 Länder mit, insgesamt sind es 80'000 Milchproduzenten. Es liegt an uns, ob wir diesem Zug noch mehr Dynamik verleihen wollen oder ihn auslaufen lassen ins Nirvana |
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Urs Buholzer
21.9.2009
um 10:27 Uhr
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Was momentan wieder abgeht mit diesem Milchstreik ist in meinen Augen ein völliges Gewurstel. Ich werde unter diesen Umständen definitiv nicht mitstreiken!
Mein Vorschlag:
1. Milchstreik sofort Europaweit vorübergehend stoppen
2. Europaweit die Politik auffordern, per z.B.1. November 2009 das Gesetz für eine privatrechtliche Mengenregelung bereit zu haben. Wichtig: spätestens per diesem Datum muss diese Regelung in jedem europäischen Land stehen, ansonsten streikt der hinterst und letzte Milchproduzent in ganz Europa ab Punkt diesem 1. November, bis dieses Gesetz in jedem Land steht, oder bis von den Ländern die nicht mitmachen, jeglicher Milchimport in die Mitmachenden Länder gesetzlich unterbunden wird.
3. Macht für jedes Land eine Internetseite wo sich jeder einträgt, der bei Nichterfüllung ab 1.11.09 streikt. Dies wird bis dato die allermeisten anspornen, sich auch noch einzutragen.
4. Und für jene, die jetzt wieder poleeten, dass eine Mengensteuerung Marktfremd sei, und die Produzenten am Wachstum hindere: Erstens verlangt der Markt eine dem Verbrauch angepasste Menge. Dies zu erreichen bei Zigtausend Milchproduzenten, die erst noch alle das gleiche produzieren, ist ohne Regelung schlicht unmöglich. Zweitens könnte der Verkauf von Lieferrechten so geregelt werden, dass Wachtumswillige zu einem bezahlbaren Preis, von solchen die Aufhören, Lieferrecht kaufen könnten. Zum Beispiel für 70% des durchschnittlichen Milchpreises der letzten 3 Jahre - gesetzlich geregelt.
Wie lange wollen diejenigen streiken die jetzt schon dran sind? Vor allem die Franzosen werden nicht mehr lange Geduld haben.
Ich finde, ein erneuter Milchstreik sollte ganz klar per Datum angekündigt werden mit einer klipp und klaren Forderung! Alles andere ist Kindergarten.
Die Politik braucht jetzt Druck aber auch ein Minimum an Zeit!
Ich warte gespannt auf weitere und noch bessere Ideen...ich für meinen Teil liefere meine Milch weiterhin ab.
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Webpublisher Milchstreik.ch
21.9.2009
um 10:6 Uhr
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Hallo Seppu, alias Smarti, alias M.H.
Dieses Gästebuch ist ein offenes Forum, hier sollen verschiedene Meinungen zu Wort kommen können. Wir haben nichts gegen Deinen Gästebucheintrag - allerdings nur, wenn Du auch mit Deinem Namen dazu stehst. Anonyme bzw. unter falschem Namen getätigte Einträge akzeptieren wir in dieser Art jedoch nicht. Wer nicht den Mumm hat zu seiner Meinung zu stehen, soll sie für sich behalten. Wir sind nicht nur für faire Preise und faire Marktbedingungen sondern auch für faire Diskussionen.
Als Agro-Treuhänder tätest du ohnhin gut daran, die Bauern nicht weiter gegeneinander aufzuwiegeln, weil du sonst deine Kundschaft ganz schnell verlieren könntest.
Gruss, der Webpublisher
P.S: Das nächste Mal geben wir auch deine Telefonnummer an, damit dir die marktfremden Überschussmelker für Dein Engagement gratulieren können. |
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Seppu
21.9.2009
um 9:53 Uhr
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Sind sich die Streikbauern eigentlich bewusst was sie machen ?
Sie beliefern Ihre Marktpartner nicht mehr und verzichten so auf die gesicherte Milchabnahme durch die Verarbeiter. Wenn die Streikbauern Ihre Milch selber vermarkten (oder verschenken...) wollen, kann man ihnen das nicht verübeln. Sie haben das Recht dazu. Bis 01.05.2009 gabe es noch eine gesetzliche Pflicht die Milch abzuliefern (mit Ausnahme Direktverkauf) und eine Pflicht der Abnehmer die Milch abzunehmen. Das gibt es nicht mehr und das ist auch gut so.
Wenn die Streîkbauern nun Ihre Milch nicht mehr an die Verarbeiter verkaufen wollen, ist das Ihre Sache. Eines Tages merken Sie dann vielleicht, dass es noch gäbig war wenn der Absatz einfach so funktionierte und dann werden sie den Milchtanker wieder bestellen. Es liegt dann wohl im Ermessen des Verarbeiters, ob er dem Streikbauer die Milch wieder abnehmen will.....oder eben nicht mehr.
Versetzt Euch mal in die Lage des Verarbeiters. Hat der ein Interesse jemandem die Milch abzukaufen, welcher dauernd gegen ihn aufhetzt?
Ich denke die nächsten Wochen werden zeigen, welche Milchproduzenten bereit sind, zusammen mit den bestehenden Verarbeitern (man sitzt nämlich im genau gleichen Boot !!) die Marktanteile im In- und Ausland zu halten und auch auszubauen. Die Streikbauern sind dazu offensichtlich nicht bereit und diese nutzen nun Ihre Freiheit um aus der Milchproduktion auszusteigen. Oder sie gründen einen "fairen" Milchverarbeiter und kreiieren ein Label für "Faire Milch" und treten mit diesem Label auf dem Markt auf. Dies ist alles heute möglich und niemand steht den Streikbauern im Wege dies zu tun.
Dass die Streikbauern diese unternehmerischen Entscheide auf Ihren Betrieben mit einem grossen politischen Getöse verbinden, ist zwar störend, wird aber den Lauf der Dinge nicht mehr entscheidend beeinflussen.
Somit kann man nun sagen, dass die Marktbereinigung nun endlich beginnt und die abgelieferte Milchmenge den Streikbauern sei Dank sinken wird. Genau dies ist die Voraussetzung dass die, die weiter melken eines Tages wieder bessere Preise lösen werden. |
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Ivan
21.9.2009
um 8:3 Uhr
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Oje, 90% meiner Kühe hatten gestern einen Viertel! So ein Pech aber auch! 800 kg täglich |
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BERG BUUR
20.9.2009
um 20:33 Uhr
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MEINER AUCH!!!!!! |
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Basler Colette
20.9.2009
um 19:54 Uhr
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Unser Hahn ab sofort offen! |
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Fadinger Fritz
20.9.2009
um 16:53 Uhr
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Hallo!
Es ist erfreulich, wenn Schweizer Kollegen einen Ausweg aus der derzeitigen Krise ebenfalls in einer bedarfsorientierten Mengensteuerung sehen, statt nur die Mindereinnahmen mit einer Produktionssteigerung zu kompensieren und wie wild drauf los zu melken ...
Grüße aus Österreich
Fritz
http://landwirt2komm.forenworld.at/portal.php
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Martin
20.9.2009
um 13:12 Uhr
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Es ist wichtig, wenn man in der Schweiz streiken will, das man ein Ziel hat!! Und uns muss klar sein, wir haben ein Ziel:
ALLGEMEINVERBINDLICHE MENGENSTEUERUND!!!!!!
Dieses Ziel muss puplik gemacht werden, damit man am streik einen Sinn sieht. Ansonsten kann man streiken und in 6 Monaten sind wir wieder in der gleichen Situation!!!!
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Arno Wernle
20.9.2009
um 13:3 Uhr
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Auch wir liefern seit Samstag Abend keine Milch mehr ab. Wir stellen Rahm und Butter her und versuchen das direkt zu verkaufen.Wir stehen
Finanziell nicht so gut, um noch lange zu solch niedrigen Preisen Milch zu verkaufen.Spätestens in einem Jahr würden wir mit dem Rücken zur Wand stehen. Noch mehr Milch zu produzieren liegt auf unserem fricktalischen Jurabetrieb aus arbeitstechnischen Gründen einfach nicht drin. Wir haben 220000 kg Lieferrecht. Seit Beginn des Kontingenthandels haben wir unser Lieferrecht durch regelmässige Zukäufe verdoppelt. Keine Mehrmengen! Wenn ich melke, will und muss ich auch etwas verdienen! Wir haben auch kein Bauland um uns quer zu finanzieren. Deshalb müssen die Mehrmengen weg und die Mengenregelung in Bauernhände. Darum streiken wir. Wir hoffen sehr, dass viele andere Bauern mitmachen. Denn schlechter kann es sowieso nicht kommen. Wir denken auch ,dass es diesmal etwas Länger dauern wird.Aber wenn wieder viele (alle...)Milchproduzenten mitmachen, werden wir sicher etwas erreichen. |
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Tschopp
20.9.2009
um 11:58 Uhr
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Auch wir sind seit gestern im Milchstreik. Wir hoffen in den nächsten Tagen auf die Solidarität möglichst vieler Berufskollegen. Solange auch unsere europäischen Nachbarn keine Milch liefern, können wir wirklich etwas erreichen. |
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Bruno
19.9.2009
um 17:13 Uhr
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Liebe Milchbauern
wenn ihr eure milch schon entsorgt, so organisiert doch flaschen und geht in
die städte und gebt sie gratis ab.
WARUM ?
weil es eine gute werbung für die bauern ist.
und die bevölkerung der schweiz wird dies zum grössten teil als positiv empfinden.
zweitens wenn ich milch gratis bekomme kaufe ich keine, das wird die grossverteiler und die verarbeiter freuen.
wer macht euch den milchpreis kapput ? |
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Fritz Fankhauser
19.9.2009
um 16:43 Uhr
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Der nächste Milchstreik ist ein Bummelstreik! Jeder Produzent liefert täglich maximal 2,5 Promille des Grundrechts beim Ausstieg der Milchkontingentierung. (zu finden auf DB-Milch) |
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Beat
19.9.2009
um 14:14 Uhr
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Wird es wieder Streikcenter wie letztes mal in Obfelden geben?
War eine gute Sache. |
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Christian Künzi
19.9.2009
um 13:23 Uhr
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Wie können wir die Milchproduzenten unterstützen? Wir führen ein Pflegeheim mit total 112 Patienten und Bewohnern plus ca. 70 diensthabenden Mitarbeitern pro Tag. Die Milch beziehen wir bei einem Grossverteiler. Gerne beteiligen wir uns mit unterstützenden Massnahmen, würden auch gerne die Milch direkt vom Produzenten einkaufen, sofern diese geliefert werden kann. Wir sind gerne bereit einen höheren Preis zu bezahlen, sofern dieser den Produzenten zu gute kommt. Für Vorschläge danken wir. Mit freundlichen Grüssen
Christian Künzi, 8057 Zürich |
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Recher
19.9.2009
um 9:5 Uhr
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Ab sofort beteiligen auch wir uns am Milchstreik.
Es muss eine Regelung der Milchmengen geben!
Vielen Dank an unsere Berufskollegen in der Westschweiz, die schon seit Montag streiken
Nur zusammen sind wir stark! |
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Guggi
19.9.2009
um 7:58 Uhr
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ein streik für ein paar tage und dann sofort wieder zurück ins alte chaos bringt rein gar nichts , zuerst muss ein lösung her und eine mehrheit die dahinter steht , die dämlichen preisempfehlungen der BOM nützen jetzt wirklich niemanden ! |
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Hagi
19.9.2009
um 0:22 Uhr
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Nur ran liebe Bauern.
Gemeinsam schaffen wir es wie letztes mal. Nur weil ein par grosse meinen sie müssen ihre Mehrmengen günstig verscherbeln machen wir nicht unseren Preis kaputt.
Eine Vernüftige Mengenregelung wird verlangt. Die Allgemeinverbindlichkeit gehört in die Produzenten Hände.
Deshalb streiken wir per sofort. |
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Ruedi H
19.9.2009
um 0:9 Uhr
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War heute in Wettingen und werde ab sofort den Milchhahn öffnen wie die von Big-M! |
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Breitenmoser
18.9.2009
um 21:51 Uhr
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Man kann es auch positiv sehen: Es war noch nie so billig Milch wegzukippen oder zu verschenken wie jetzt.... |
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Buchwalder Florian
17.9.2009
um 21:2 Uhr
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Wir werden morgen anfangen! Am Wochenmarkt in Laufen BL werden wir Gratis-Milch verteilen und mit Bannern die Bevölkerung aufmerksam machen! Wäre toll wenn sich nun die ganze Schweiz den andern Ländern anschliessen würden. Zusammen könnten wir es schaffen!!! |
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Ruedi M.
17.9.2009
um 16:46 Uhr
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Was meint ihr Milchproduzenten so zu einem weiteren Streik? Einerseits wüsste man jetzt gegen was man streikt (gegen die Politik), andererseits hat der letzte Streik ja nur Probleme gebracht. Und ob der kleine Anteil der streikt, gnug Einfluss hat ist fraglich. |
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Breitenmoser
17.9.2009
um 10:0 Uhr
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Wann beginnt denn nun der Milchstreik in der Schweiz? |
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BIG-M
13.9.2009
um 11:30 Uhr
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Nach einem kurzen Unterbruch steht das Gästebuch wieder für Einträge offen. Allerdings nur für Leute, die mindestens mit Namen und Emailadresse hinter ihrem Eintrag stehen. |
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Mehrwisser
3.9.2009
um 13:32 Uhr
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Interessantes Thema
Ich habe gehört der Melchior Ehrler, ehemaliger SBV-Direktor und auch ehemals Nationalrat für die CVP aus dem Aargau sei da auch noch dick im Rennen.
Wir werden sehen. |
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Moritz
3.9.2009
um 12:44 Uhr
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He eg gloube da Gäschtebuech esch riif för es neus Thema
Werd jetze eigentlech de NR Markus Zemp neue Präsi vo dere BOM ?
Was dänked er, wer da eine ? Schiins heig er jo en guete Droht zo de Bondesröti Leuthard.
Wer weiss me ? |
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Karl Häcki
30.8.2009
um 22:48 Uhr
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Hier ein paar Antworten.Werde ja von allen Seiten angesprochen.Zuerst zu fragende Person: Werner hat Dir ja schon Antwort gegeben. Darum nur noch ein paar Ergänzungen. Denke dass Walter Arnold auch ein sehr gewiffter Milchhändler ist, der seinen Job gut macht. Dem wird wohl niemand wiedersprechen wollen. Wir haben ihm ja auch schon den Vorschlag gemacht als es um die Gründung eines Pools ging, ihn als Geschäftsführer anzustellen. Er hat abgelehnt. Nehme an dass das Salär nicht ganz seinen gewohnten Einkünften entsprochen hätte. Ob sein persönlicher Geschäftserfolg auch vorteilhaft für die ganze Milchbranche ist, sei dahingestellt.
Zu Franz. Bin mit Dir bei weitem nicht einverstanden, dass wir ohne Mehrmengen den genau gleich tiefen Milchpreis hätten. Dass die Verarbeiter lieber zuerst die billige Milch kaufen und wir dann die normale, innerhalb des Lieferrechts produzierte Milch mit Stützungsgeldern und Produzentenbeiträgen auf dem Weltmarkt verramschen müssen,weil zuviel Milch auf dem Markt ist, kann man ihnen nicht einmal vorhalten. Das ist Geschäft. So lange es Bauern gibt die so dumm sind und das nicht schnallen, wird dieses Spiel weiterlaufen. Oder hast Du z.B.schon einmal von einer Autofabrik die zu viele Autos am Lager hat und diese nicht mehr verkaufen kann gehört, dass sie die Produktion steigert um so den Gewinn zu erhöhen. Da würdest Du doch wohl auch sagen: dümmer gehts nicht mehr!
Und was hat Vielmelker am 23. Aug. völlig zutreffend festgestellt? Wir haben keinen offenen Markt bei der Milch! Und so lange das so ist müssten wir unseren Preis nicht freiwillig zum Fenster hinaus werfen.
Zu Mehrmelker. Wo hast Du Dein Problem? Hast Du auch Dein Kontingent verkauft oder Deinen Stall durch Bauland finanziert. Habe das ja nur ganz sachlich klargestellt und das mit keinem Wort veruteilt. Mag das ja auch jedem gönnen der dieses Glück hat. Wenn dann aber dieser glückliche das Gefühl hat alle andern an die Wand spielen zu können, ihnen vorzuhalten wie überflüssig und uneffizient und dumm sie seien und er allein sei der König, dann ist es wohl doch nötig das einmal etwas zu relativieren. Bin auch absolut nicht der Meinung dass man alle Betriebe durchfüttern muss. Einen Strukturwandel hat es immer gegeben und wird es immer geben. Dazu brauchen wir weder die Milchindustrie noch das BLW um diesen Prozess noch extrem zu beschleunigen. Strukturwandel und Bauernvernichtung sind zwei verschiedene paar Schuhe. Letzteres ist momentan im Gang. Dabei wird es bestimmt nur Verlierer und keine Gewinner geben.
Dass in Sempach viele Nebenerwerbsbauern anwesend waren, glaube ich Dir gerne. Wenn wir unter gütiger Mithilfe des BLW noch lange mit der heutigen Agrarpolitik weiter wursteln, sind das ja wohl noch die einzigen die eine Zukunftschance haben werden. Eine Frau die ein gutes Einkommen bringt und in den Betrieb investiert, oder der Mann der der auswärts verdient und das in den Betrieb steckt, damit uns unsere Verarbeiter die Preise noch weiter in den Keller drücken können sind die heutigen wahren Perspektiven.
Ich persönlich und auch viele andere die in Sempach waren haben aber auch die noch Vollerwerbslandwirte in grosser Anzahl gesehen, (mehr als ein paar Dutzend) die auch in Zukunft noch von der Landw. leben möchten. Sie alle(und das sind bestimmt nicht die dümmsten) sind nach Sempach gekommen um für einen dringend nötigen Systemwechsel in der Milchpolitik einzustehen. |
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Berner
30.8.2009
um 19:59 Uhr
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Danke für Ihre Antwort Herr Häcki nur wenn wir die privatrechtliche Kontingentierung einführen und unsere Menge drosseln, werden die Mehrmengen nicht mehr Hans und Fritz produzieren sondern Jan und Frederic oder sonst einer im den umliegenden Nachbarländer . Die Verarbeiter sind ja nicht blöd und die Grenzen werden nicht erst mit einem Agrarfreihandels Abkommen geöffnet , die sind schon sperrangelweit offen für Milchprodukte |
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werner locher
30.8.2009
um 15:15 Uhr
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Zur Frage eins: Diese Antwort kann nur Walter Arnold beantworten. Prinzipiell gilt aber: Man kann jede Menge Milch verkaufen, wenn man mit dem Preis taucht. Der Käufer wird immer das tiefere Angebot berücksichtigen.
Zu zwei: Unser Preis ist tief wegen der überschüssigen Menge, sagen Emmi und Coop übereinstimmend. Diese Mengen wollen wir als erstes weghaben. Zu drei:Wir kämpfen mit unseren Berufskollegen in ganz Europa für den Systemwechsel im Milchmarkt, damit in ganz Europa der Preis wieder steigt.
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fragende Person
30.8.2009
um 13:37 Uhr
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Lieber Herr Karl Häcki
Folgende Fragen an Sie:
1. Wiso ist es möglich, dass ein Walter Arnold diese Menge vermarkten kann?
2. Wenn das Milchmengenporblem in der Schweiz gelöst ist, im Ausland aber nicht können wir ja wieder weniger teureren Schweizer Käse verkaufen und müssen nächstes Jahr wieder mit der Menge nach unten fahren. Welche Bauern sind dann betroffen?
3. Wie wollen Sie den Konsumenten erklären, dass sie nur noch Schweizer Käse kaufen sollen? ( Sonst müssen wir ja wieder weniger Milch produzieren)
Freundliche Grüsse |
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Karl Häcki
30.8.2009
um 11:16 Uhr
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Lieber Berner
Das ist durchaus eine berechtigte Frage und im heutigen Zeitpunkt noch nicht ganz einfach zu beantworten. Detailfragen müssen da sicher noch geklärt werden.
Im Grundsatz aber, den wir vertreten ist das eigentlich ziemlich klar. Wir haben einen klaren mit über 95 % iger Zustimmung gefällten Entscheid der SMP- Delegiertenversammlung vom letzten November in Bern. Als Basis gilt demnach das Lieferrecht 07/08 ohne Mehrmenge!
Das ist auch ganz klar unsere Meinung, die wir vertreten. Wenn wir diesen Entscheid umsetzen ist das Milchüberschuss Problem in der Schweiz gelöst. Gemäss deinem Beispiel kann dann der besagte Arnold Lieferrant somit wieder 200'000 Liter melken. Damit muss er nicht nur zufrieden sein, sondern darf sich geradezu glücklich schätzen! Erstens wird er mit dem besseren Milchpreis in Zukunft mit weniger Arbeit mehr verdienen.Zweitens kann er froh sein, wenn er weiter ungeschoren davon kommt, denn immerhin ist er mitschuldig tausenden von vernünftigen Milchbauern ebenfalls das Einkommen in den Keller gerissen zu haben. Drittens, ist es sein eigenes Problem, dass er auf eine falsche Strategie gesetzt hat und nun wieder etwas zurückbuchstabieren muss.
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Berner
29.8.2009
um 20:15 Uhr
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es soll mir mal einer von den Aufstandsführer sagen wieviel ein Milchproduzent der ein Kontingent von 200000 Kg hatte und dann z.B. durch Arnold ohne einen Franken für Lieferrecht zu investieren jetzt 500000 Kg melkt nach der Einführung der privatrechtlichen Kontingentierung produzieren darf ? ( bin übrigens keiner von denen ) |
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C. Kunz Bäuerin
24.8.2009
um 19:47 Uhr
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Bauernaufmarsch in Sempach
"Freie Marktwirtschaft" das ist das Zauberwort für die Globalisierung.Haben die kleineren Familienbetriebe noch eine Chance? Durchhaltewillen zeigen bis wo und bis wann? Ich glaube, dass niemand eine richtige Antwort darauf weiss und eine genaue Prognose stellen kann. Vieles ist so kompliziert geworden und so undurchschaubar. Wir Bauern sind "Macher" keine Strategen und besitzen ausser Land und Boden auch keine Macht in der Wirtschaft. Der Zusammenhalt ist die einzige Macht, das Zusammenstehen und miteinander die Anliegen der Bauernfamilien kundzutun. Aber ob dies gelingen wird? Bis jetzt ist es nicht geschehen, aber wer weiss...Ich bin überzeugt, das Volk muss aufgerüttelt werden. Die Bevölkerung, welche unsere Produkte kauft. Wer eine gesunde Landwirtschaft will in der Schweiz, sollte die Arbeit der Bauern einfach zu schätzen wissen!
Ich wünsche euch einen erfolgreichen "kämpferischen" Tag in Sempach! |
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Berner
23.8.2009
um 20:25 Uhr
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Grösser werden finde ich super nur macht die Politik mit ihrer Strategie alles andere als den Weg frei für Wastumswillige und die Gefahr ist gross das aus einer Euphorie nach Wachstum plötzlich die Erkenntnis dass wachsen in erster Linie höhere Kosten und Arbeit bringt und der Gewinn erst nach einigen Jahren steigt zum Frusterlebnis wird |
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vielmelker
23.8.2009
um 10:15 Uhr
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nur noch kurz für heute:
Wir haben keinen offenen Markt bei der Milch. Es gibt keinen Import von Milch in die Schweiz. Den gibt es bisher nur beim Käse. Und lediglich mit der EU.
Zur Seite stehen heisst:
- Rente für Betriebsleiter ab 55 Jahren, die den Betrieb verpachten.
- Erleichterung der Besteuerung beim Ausstieg. |
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werner locher
23.8.2009
um 10:10 Uhr
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Hallo Vielmelker
Ich verstehe dich richtig: Um Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht zu bringen sollen wir nichts tun? Du meinst damit, dass sich das selber regelt,(Sichwort Schweinezyklus)
Da liegt aber ein krasser Denkfehler zugrunde: Der Schweinezyklus spielt nur in geschlossenen Märkten. Bei offenen Grenzen ist es der tiefste Preis, zu dem auf der Welt produziert werden kann, welcher die Produktion regelt. Und hier ist kein einziger Schweizer Milchbauer mehr dabei. Definitiv.
Dann ist da noch eine Frage offen. Wie stellst du dir das vor, wie du deinem Nachbarn zur Seite stehen willst, wenn er mit den Kühen aufgeben muss. Was ist deine "Hilfe"?
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Franz
23.8.2009
um 9:35 Uhr
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Liebe Leute,
ganz ehrlich gesagt,der Leserbriefschreiber hat recht!Wir müssen uns der Zukunft stellen!Es braucht produktive Betriebe,die nicht Lieferrechte wie in Kanada kaufen müssen! Die Kanadier sind alle um die Lieferrechte verschuldet!Auch dort könnte dieses System plötzlich ins Wanken kommen.Dann gibt es dort Konkurse!
Was mich am Bauernaufstand stört,Leute wie Kunz sind neidisch auf die Mehrmengenmelker und möchten diese ausschalten.Das kann ich nicht unterstützen,das ist nicht freier Markt,das ist vorbei!!
Wir brauchen produzierende Milchbauern,der Anbindestall gehört der Vergangenheit an.
Also baut tiergerechte Ställe und kauft keine Lieferrechte!!!
Das müssen jetzt nur noch die ewiggestrigen kapieren und dann sind wir wieder im selben Boot!
Häbets guet und en schöne Sonntig..... |
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Mister Verständnislos
23.8.2009
um 9:30 Uhr
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Lieber Vielmelker
Sehr viel was du sagst ist richtig. Aber eines garantiere ich dir:
Wenn wir es nicht schaffen, die Milchmenge der Nachfrage anzupassen, wird der Milchpreis ins Bodenlose fallen. Weil nämlich die Produzenten erst aufhören werden wenn es schon viel zu spät ist. Sie werden zuwarten und zuwarten auf Besserung, die aber so nie kommen wird.
Und glaube ja nicht dass das Milchangebot sinkt, wenn viele Produzenten aussteigen. Die Produktion wird auf die grösseren Betriebe verlagert, die dann mit ihrem Können noch mehr Milch aus einer ha Land pressen werden.
Glaub mir, es wird ein Teufelskreis ohne Ende.
Ich verstehe einfach dein Problem nicht ganz: Die Anpassung der Menge an die Nachfrage durch die Produzenten hat doch überhaupt nichts zu tun mit einer staatlichen Kontigentierung! Im Gegenteil: das ist pure Marktwirtschaft!
Es wird immer noch so bleiben, dass die besten viel besser verdienen als die schlechten. Und die besten werden deutlich mehr verdienen mit ein wenig weniger Menge bei aber höherem Preis. Auch wenn dann evtl. nicht der hinterst und letzte Platz im Stall genutzt ist. Der Verdienst rechnet sich nun mal immer noch mit Menge mal Preis minus Aufwand : Arbeitsstunden.
Also auf nach Sempach, der Allgemeinverbindlichkeit wegen! |
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vielmelker
23.8.2009
um 9:8 Uhr
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Was wir tun sollen um die Menge einzuschränken?
Nichts! Wir haben heute den Milchpreis, den man schon vor 10 Jahren kommen sah, wenn man sich nichts vormachte.
Was wir aber tun müssen: Wir - und der staat - muss vielen Milchbauern beim Ausstieg zur seite stehen. ueber kurz oder lang wird sich die Menge wider einpendeln.
Glaubt mir: Ein Bauernaufstand macht uns nichts aber auch gar nichts wettbewerbsfehiger. Da hilft nur, unsere festgefahrenen Strukturen zu bereinigen.
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werner locher
23.8.2009
um 8:52 Uhr
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Hallo Vielmelker
Du hast zwar viel geschrieben, aber meine Frage nicht beantwortet. Darum nochmals: Was ist dein Vorschlag, wie wir das Milchangebot an die Nachfrage anpassen können?
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vielmelker
23.8.2009
um 8:40 Uhr
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Wir beiden wollen etwas von der Politik, aber nicht das Selbe.
Ihr fordert von ihr die Einführung der Milchkontingentierung. Ich fordere nur eine ehrliche Information der Politiker über die Aussichten in der Branche und die ist nun mal unbequem: viele müssen wohl aussteigen.
Bleiben wir bei den Fakten: Der Milchpreis ist gegenüber 2008 nicht 30 Rp sondern 10 Rp tiefer. Und die Kosten sind gegenüber letztes Jahr nicht gestiegen, sondern gesunken! Vergleiche mal: Hypozinsen, Diesel, Dünger, Kraftfutter, alles günstiger. Das lässt sich nicht leugnen. Du kannst sicher sein: die besten 25% werden auch im 2009 einen top Arbeitsverdienst haben!
Systemwechsel gibt es in Demokratien, zum Glück, nicht. Alles geht in kleinen wohlabgewogenen Schritten. Ein Aufstand um einen Systemwechsel erzwingen zu wollen ist einfach naiv.
Nach Sempach fahren die Looser, die Verlierer, die an den Staat glauben und nichts mehr zu verlieren haben. Die Winner bleiben zuhause und schauen in die Buchhaltung und optimieren weiter.
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Lisebach Hansjörg
23.8.2009
um 0:26 Uhr
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An den Vielmelker,
die Frage ist nicht gegen wen sich der Bauernaufstand richtet sondern für wen? Wir Milchbauern wollen einen Systemwechsel, d.h. wir wollen zusammen mit den Verarbeitern und den Konsumenten die Menge selber festlegen.( ähnlich wie in Canada )Dazu brauchen wir die Allgemeinverbindlichkeit von der Politik bewilligt. Das heisst jeder MP muss durchs gleiche Loch, auch Du und ich. Es nützt nichts, wenn sich 90% an ein Mengensystem halten, und der Rest produziert für 10.- h auf Teufel komm raus. Wenn alle die gleichen Bedingungen haben kannst Du dann durch besser und clever arbeiten einen Stundenlohn von 20.- und mehr Fr. erreichen. Auch der Bäcker, Maler, Wirt kann mit besser arbeiten als seine Mitbewerber einen höheren Lohn erwirtschaften. Aber auch da gelten gleiche Bedingungen, zb. Arbeitszeit, Oeffnungszeiten, Löhne usw. Für all das wir in Sempach kämpfen kostet den Steuerzahler und die Konsumenten keinen Franken, ja es gibt sogar weniger Kosten für den Bund weil wir weniger Ueberschüsse produzieren. Und noch was zur Rechnung von Markus Höltschi: Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2008, da hatte ich noch Milchpreise die waren 20-30 Rp. höher, bei ungefähr gleichen Kosten. Wie sieht die Rechnug wohl im 2009 aus? Zum Thema Angestellte: Einen Angestellten haben und ihm einen angemessenen Lohn zu zahlen bedeutet für mich Lebensqualität, für mich und die ganze Familie, sowie Freude am Beruf der Stress und auch wieder Erhohlung bringen kann.
Landwirtschaft bedeutet nicht rackern bis der Tod uns scheidet , wie man leider immer mehr feststellen muss. Und zum Schluss noch zur Politik. Die brauchen solche Aufstände wie in Sempach, sonst wachen sie nicht auf,wie Du selber bemerkt hast. Darum auf nach Sempach, wir sehen uns!!!!!!!!!!!! |
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Vielmelker
22.8.2009
um 22:9 Uhr
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Das Problem kann in der tat nur von den Produzenten selber gelöst werden. Gegen wen richtet sich also der Bauernaufstand? Gegen uns selber?
Ich teile die Meinung von J. Schluep nicht, wenn er sagt, ein Betrieb müsse Angestellte haben. Ich wollte v.a. unterstreichen, dass ein Bauernaufstand überhaupt nichts bringt, als vielleicht der svp ein paar weitere Wähler aus der Bauernschicht. Und warum dass der Chefredaktor eine Teilnahme empfiehlt ist wohl nur aus seinem Eigennutz als Zeitungsverkäufer zu erklären.
Nun, was ist zu tun?
I Die Aussage, dass niemand kostendeckend produzieren könne ist halt auch vereinfachend und im grunde falsch. Was heisst denn kostendeckend? Das hängt immer davon ab, wieviel Lohn wir uns für die Stunde arbeit kalkulieren. Sollen es 5, 10 15 oder 25 pro stunde sein? Unter 10 ist sicher zuwenig. Aber fragt mal einen anderen Kleinunternehmer, einen Maler, Becker, Wirt. Die rackern auch viel und kommen nicht auf 20 Fr. pro Stunde. Das ist halt der Preis der Selbstendigkeit! Wer das nicht will, der soll nicht unternehmer werden und büezen gehn.
Höltschi Markus, Hohenrain, hat vom 2008 233 Talbetriebe ausgewertet. Im Mittel kommen die auf 15.30 Arbeitsverdienst pro Arbeitsstunde. Die besten 25% auf 25 Fr. und die topten gar auf 36 pro Stunde! Also: ein Viertel der untersuchten Betriebe verdient 25.— pro Stunde oder mehr und hat damit seine Kosten sehr wohl gedeckt.
II Es ist eine Binsenwahrheit, dass ein Viertel der Betriebe einen Arbeitsverdienst unter 10 Franken hat. Diese Betriebe müssen den Ausstieg aus der Milch oder gar aus der Landwirtschaft vorbereiten. Ganz falsch ist, wenn solche Betriebe wachsen wollen. 60000 kg Milch mit zu hohen Kosten und schlechtem Management zu betreiben ist schlecht. Aber dann zu wachsen, investieren und mit dem gleichen schlechten Management 200000 produzieren zu wollen führt in die Katastrophe.
Deshalb meine Vorschläge
Zuerst besser werden und dann erst grösser werden. Wenn es mit dem Besserwerden nicht klappt: Aussteigen!
Eine Vorruhestandsrente für Ausstiegswillige Bauern ab 50 Jahren aus dem Betrieb
Die Verbleibenden: Zusammenarbeiten auf Ebene Maschinenkosten und die Produktivität steigern.
Wirklich schade und zum leiden von uns allen ist, dass KEIN politiker sicht getraut und hinsteht und da so sagt! Es wäre bitter nötig! Es hat in der Milchwirtschaft nicht mehr Platz für alle, da der gedeckte Tisch kleiner wird. |
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werner locher
22.8.2009
um 15:3 Uhr
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Hallo Vielmelker
Irgendwelchen Fantasien nachzuträumen bringt uns in der jetzigen Situation bigott nicht weiter.Wir müssen uns in der Diskussion an die Fakten halten, welche sind:
Niemand kann in der Schweiz beim aktuellen Milchpreis von 55 bis 60 Rappen kostendeckend produzieren.
Trotz verschiedenen Aufrufen hat sich bis heute noch kein einziger Produzent bei BIG-M gemeldet, welcher mit 50 Rappen Milchpreis seinem Angestellten einen Lohn geben kann, womit dieser eine Familie ernähren kann. Wir warten immer noch auf eine Meldung!
Fakt ist: Wenn die Produzenten ihre Produktionsmenge GEMEINSAM im Griff haben, dann schaut ein höherer Milchpreis heraus (Bsp. Gruyere AOC)
Fakt ist, dass sowohl der Emmi Boss wie der Coop gesagt hat, dass das Problem der Überschüsse allein von den Produzenten gelöst werden soll. Da haben sie recht!
Meine ernste Frage an Dich: Was schlägst Du für eine Lösung vor? |
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smarti
21.8.2009
um 8:1 Uhr
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An Werner Locher
Und die Milchverbände und die SMP wurden für die Umsetzung der staatlichen MK mittels Leistungsauftrag mit Steuergeldern vom Bund entschädigt. Die MK-Administratorenstellen der Milchverbände waren gut bezahlte Jobs. Mussten es auch sein, sonst hätte das niemand gemacht. Sprechen sie mal mit diesen Leuten die das umgesetzt hatten, wie damals die Bauern für jedes kg Mehrkontingent gekämpft haben. Dann bekommen sie vielleicht eine Ahnung was sie erwartet wenn sie das auf privatrechtlicher Ebene umsetzen wollen.
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werner locher
20.8.2009
um 20:28 Uhr
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Ein Hinweis:
Bei der staatlichen Milchkontingentierung hat der Staat nur die gesetzlichen Rahmenbedingungen gesetzt, und die Menge festgelegt. Die Durchführung der Massnahmen übertrug er der SMP und den Milchverbänden, welche diese Aufgabe dann auch ausführten.
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smarti
20.8.2009
um 16:52 Uhr
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Wenn das so einfach ist, wünsche ich dem Mister Verständnislos viel Vergnügen beim Überzeugen seiner Berufskollegen. Vor allem von denen die neben dem melken noch einem Verwaltungsrat eines Verarbeitungsbetriebes angehören....
Und dann noch viel Vergnügen bei der Umsetzung der privatrechtlichen Menegenregelung, sprich Mengenverteilung, Mengenkontrolle und Sanktionierung der Überlieferer usw. Bei der stattlichen MK musste das ja der Staat machen und die Kosten dafür trugen die Steuerzahler. In der privatrechtlichen Mengenregeleung (auch wenn sie allgemeinverbindlich wäre) müssten das die Organisationen der Produzenten auf ihre Kosten machen.
Die Rechnung von Mister Verständnislos hat viel Verlockendes. Nur wenn man diesen Weg gehen will, wären alle Entscheide in den letzten 20 Jahren falsch gewesen. Damals hat man sich nämlich für die Strategie Menge vor Preis entschieden. Wenn man damals unter der alten MK die Menge um 30% reduziert hätte, wäre die Milchrechnung auch wieder im Lot gewesen.
Komischerweise hat sich aber damals niemand für diese Lösung stark gemacht. Warum ? Weil es eben auch damals Wachstumswillige gab, welche überzeugt waren, dass sie alles besser können wenn man sie nur machen lässt. Und sie schielten schon damals auf den Nachbar mit halt damals nur 50'000 kg welchen man doch übernehmen könnte.
Wenn es der Mister Verständnislos mit seinen Verbündeten fertig bringt, diese Lösung in der heutigen Zeit zu realisieren, dann ziehe ich den Hut. Ich gebe zu, ich glaube nicht mehr daran. |
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Mister Verständnislos
20.8.2009
um 16:29 Uhr
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Irgendetwas verstehe ich wohl nicht...
Also ich wäre sofort dabei! 30% weniger produzieren, dafür 1 Fr. pro Kg.
Dies würde meine Bilanz in die schwarzen Zahlen rücken:
400'000Kg mal sagen wir 60 Rp. = Fr. 240'000.-
280'000Kg mal 100Rp = Fr. 280'000.-
Dazu noch rund Fr. 30'000.- weniger Aufwand. Macht ein plus von Fr. 70'000.- pro Jahr. Somit hätte ich endlich einen angemessenen Stundenlohn und könnte meine Kredite wie geplant abstottern. Also wie gesagt:
ICH BIN DABEI!!!
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smarti
20.8.2009
um 14:21 Uhr
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Die Menge mal Preis Rechnung von Mister Verständnislos ist so eben falsch.
Bei 400'000kg à Fr. 0.55 kann der kleinere Nachbar mit nur 15 ha, 150'000 kg und Anbindestall nicht mehr mithalten und ist früher oder später gezwungen mir das Land zu verpachten. Dann sacke ich seine DZ ein und meine Rechnung geht wieder auf......
Es ist manchmal erschreckend wie die Bauern in Tat und Wahrheit rechnen. |
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smarti
20.8.2009
um 14:1 Uhr
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Das tönt aber ganz interessant, das mit den 85% und den 15%. Woher sind diese Zahlen ? Die Konsultativabstimmung der SMP im Herbst 08 brachte eine Zustimmung zu den damals sehr offen gestellten Fragen von 75-85%. Dies bei einer Stimmbeteiligung von knapp 50%.
Darau zu schliessen, dass 85% nur soviel produzieren wollen wie der Markt aufnehmen kann, ist ziemlich gewagt....
Die Grösse "Was der Markt aufzunehmen vermag" müsste dann etwas genauer definiert werden. Der Markt vermag nämlich bei einem tieferen Preis mehr aufzunehmen als bei einem höheren Preis (Exporte, Importverdrängung!). Also liebe BIG-M welche Marktkapazität (bei welchem Preis) meint ihr ? In der Westschweiz steht ja auf den Fairen Milch Tafeln immer noch 1 Fr. pro Liter. Nimmt man die Aufnahmefähigkeit des Marktes bei einem Preis von 1 Fr. pro Liter müsste die Menge gegenüber heute wahrscheinlich um mind. ca. 30% reduziert werden. Beauftragt nun mal die SMP eine Umfrage zu starten mit der Frage an die Produzenten ob sie eine Marktregelung befürworten welche eine Reduktion der Milchmenge um 30% vorsieht. Es gibt dann vielleicht auch ein Resultat von 85 zu 15; aber wahrscheinlich gegen die Massnahme......
Ich will mit dieser Aussage einfach darauf hinweisen, dass die Vorschläge von BIG-M zu einer allgemeinverbindlichen privatrechtlichen Mengensteuerung in der Praxis sehr schwierig umzusetzen sind. Vor allem solange, wie der allgemeine Konsens in der Agrarpolitik vor allem darauf beruht, dass die einen auf die Kosten der anderen wachsen wollen bzw. sollen.
Ich stelle wieder einmal eine Behauptung auf:
Ich glaube nicht, dass sich die Milchproduzenten, so wie sie heute organisiert sind, auf eine Mengenregelung einigen können, auch wenn der Bundesrat diese als allgemeinverbindlich erklären würde.
Warum ? Die Interessen der Milchproduzenten sind zu verschieden und durch die Tatsache, dass die Verarbeiter mit den Produzenten stark verbandelt sind, zu gegensätzlich. Zudem ist es in der Landwirtschaft immer noch so, dass man argwöhnisch auf den Nachbar blickt und auf die erstbeste Gelegenheit wartet um sein Land zu übernehmen. Das ist kein Vorwurf an die Bauern, das Verhalten ist oekonomisch verständlich und wurde den Bauern eingeimpft. Aber solange man dieses Verhalten der Mehrheit der Bauern (vielleicht auch ein Verhältnis von 85 zu 15...)nicht ändert, ändert sich in der Landwirtschaft nichts.... Nämlich jedes Jahr weniger Betriebe, jedes Jahr tiefere Preise, jede Legislatur weniger Bauernvertreter. Schade.
Sind die Forderungen also nicht vielleicht nur Ablenkungsmanöver von wachstumswilligen Betrieben um von den eigenen, ziemlich egoistischen Zielen abzulenken ? |
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Mister Verständnislos
16.8.2009
um 7:54 Uhr
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Unsere Geschäftspartner verseckeln....sicher eine Gute Idee, um langfristig einen kostendeckenden Milchpreis zu erhalten....sind wir hier im Kindergarten oder was?
Im Übrigen verseckeln uns die Geschäftspartner nicht, sie nutzen nur unsere Dummheit (oder besser gesagt: Organisationslosigkeit) schamlos aus.
Allen einen schönen Sonntag wünscht der Mister ohne Verständnis für mindestens 15% der Milchproduzenten!
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Mehrmelker
15.8.2009
um 20:43 Uhr
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Ich werde ganz bestimmt nicht nach Sempach kommen;
1. bringt es überhaupt gar nichts, denn seit spätestens letzten Dezember ist der Zug abgefahren (Motion Kunz).
2. wie stellt ihr euch die Mengenzuteilung vor?
3. Segmentierung ist woll das dümmste, dass ich je gehört habe (A und B-Preis)
4. Die Energie besser in den eigenen Betrieb stecken.
5. Strategien entwickeln wie wir unsere Geschäftspartner auch "verseckeln" können.
einen schönen Abend wünscht allen der Mehrmelker
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werner locher
15.8.2009
um 20:13 Uhr
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So, langsam kommen wir zum Kernpunkt:
85% der Milchproduzenten wollen nur soviel produzieren, wie der Markt aufnehmen kann. Sie fordern gesetzliche Rahmenbedingungen, welche die anderen 15 % verpflichtet, sich auch daran zu halten. Das könnte man als Sozialismus im weitesten Sinn bezeichnen.
Aber: 15% wollen ohne Rücksicht auf die Marktlage einfach drauflosproduzieren. Sie reissen den Preis zusammen und die anderen 85% müssen diesen Schlamassel ausbaden. Wie man das nennt, weiss ich nicht, da fehlen mir schlicht die Worte |
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Mister Verständnislos
15.8.2009
um 16:19 Uhr
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Und noch etwas:
Mit sozialistischer Planwirtschaft hat das Vorhaben von Big-m überhaupt nichts zu tun, das ist doch völliger Schwachsinn.
Was wir wollen ist doch nur eine Privatrechtliche Mengensteuerung. Ein Instrument das alle Gewerbler sozusagen automatisch haben. Aber weil wir Milchproduzenten so viele sind die alle genau das gleiche produzieren, müssen wir uns zusammentun (wir sitzen alle im gleichen Boot, inkl. EU-Produzenten). Aber genau damit hat der Staat ein Problem. Und gegen dieses Problem wird dann in Sempach demonstriert.
Alles klar...bling bling? |
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Mister Verständnislos
15.8.2009
um 16:10 Uhr
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Es gibt zwei Gruppen von Milchproduzenten.
Die Einen, ich sage ihnen die "Preisfixierten", können rechnen.
Die anderen, die "Mengenfixierten", können weniger rechnen.
Für diese einen kleine Rechnung:
400'000Kg x Fr. 0.55 = Fr. 220'000.-
300'000Kg x Fr. 0.75 = Fr. 225'000.-
Frage 1: Was ist dir lieber: mehr Aufwand bei weniger Ertrag oder anders herum?
Frage 2: Wieso glaubst du nicht an den höheren Preis, wenn wir gesamteuropäisch die Menge in den Griff bekommen? |
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vielmelker
15.8.2009
um 15:21 Uhr
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Es gibt zwei Gruppen von MIlchproduzenten.
Die Einen, ich sage ihnen die "Preisfixierten" zu denen gehört BIG-M wollen die Menge beschränken und erhoffen (hoffen!) sich dadurch einen höheren Preis.
Die anderen die "die Mengenfixierten" sagen sich, ich melke lieber mehr und nehme einen tiefen Preis in Kauf. Ihre Rechnung: wer mehr melkt, kann Strukturkosten auf mehr kg Milch verteilen.
Nun haben natürlich beide Modelle etwas für sich. DAs Problem: Die "Preisfixierten" wollen ihr Modell allen aufzwingen und dazu rufen Sie den Staat an, er möge doch eine Allgmeinverbindlichkeit ihres Modelles beschliessen. Diese Art von sozialistischer Planwirtschaft ist abe vorbei. Und das hat auch Bundesbern erkann, zum Glück.
Alles klar.. bling, bling?
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Mister Verständnislos
15.8.2009
um 9:17 Uhr
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Dies ist auch meine Meinung!
Es ist äusserst bedenklich wie viele Produzenten offenbar dieses einfache Instrument nicht verstehen können.
"ich möchte weiterhin soviel produzieren was meine Kühe nur irgendwie hergeben....und wenn es für 20 Rappen ist....ach was, es wird schon irgendwie gehen...."
Hallo? bling bling bling.... |
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werner locher
14.8.2009
um 21:13 Uhr
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hallo Ewiggestrige
Keine Firma kann es sich leisten, den Markt zu ignorieren. Einfach drauflos zu produzieren und sich nicht darum kümmern, ob für diese Menge wirklich Nachfrage besteht, ist tödlich. Vor allem bei einem Produkt, wo die Produzenten beliebig austauschbar sind. Ich denke, die Zeiten, wo wir Bauern einfach produzieren konnten, und sich andere um den Absatz kümmerten, sollten vorbei sein. Jetzt ist es an uns, Verantwortung für den Markt zu übernehmen. |
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guggi
14.8.2009
um 13:17 Uhr
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damit weiss ich nicht mehr als vorher, nochmals wie wollt ihr all die vielmelker oder anders gesagt diejenigen die zu tiefst Preisen produzieren in der Lage sind ( oder zumindest es glauben ) zwingen weniger zu melken und welche Menge gilt dann am Stichtag zur privatrechtlichen Kontingentierung |
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vielmelker
14.8.2009
um 12:46 Uhr
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wie ihr dem sagt ist mir wurscht.
Tatsache ist, dass ich danach nicht merh soviel Milch verkaufen darf, wie ich will und wie ich einen abnehmer habe. |
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BIG-M, die Bäuerliche Interessen-Gruppe
für Marktkampf
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